Tertis Viola Ensemble München

Bratschenquartett mit Dirk Niewöhner, Konstantin Sellheim, Burkhard Sigl und Julio Lopez

Sonntag, 21. Februar, 19:00 Uhr, Porzellanzimmer Schloss Aystetten, Eintritt € 18,--

  • „Ein virtuoses Quartett mit hohem Anspruch“ – Münchner Merkur
  • „die vier Musketiere der Bratsche“ – Bayern4Klassik
  • „Warmer Klang“ – Süddeutsche ZeitungRomantische und Moderne

 

Programm

Georg Philipp Telemann
(1681-1767)

Konzert in G-Dur für 4 Violen
Adagio, Allegro, Grave, Allegro

York Bowen
(1884-1961)

Fantasy Quartet for 4 Violas
Grave - Allegro con spirito

Béla Bartók
(1881-1945)

9 Duos für 2 Violen
Ruthenisches Lied, Polster-Tanz, Burleske, Spottlied, Mückentanz, Gram, Ruthenische Kolomejka, Arabischer Gesang, Siebenbürgisch

Johann Sebastian Bach
(1685-1750)

“Ciaccona” für 4 Violen
(Transkription: Ichiro Nodaïra)

Georg Philipp Telemann
(1681-1767)

Konzert in C-Dur für 4 Violen
Largo, Allegro, Grave, Vivace

Max v. Weinzierl
(1841-1898)

Nachtstück für 4 Violen op. 34
Sehr leicht und lebhaft - sehr schnell - sehr innig und etwas bewegt

Isaac Albéniz
(1860- 1909)

Orientale & Tango
Orientale: Adagio – Allegretto
Tango: Andante

Astor Piazzolla
(1921-1992)

Four for Tango
Allegro

 

Das Tertis-Viola-Ensemble wurde von Mitgliedern der Bratschengruppe der weltberühmten Münchner Philharmoniker gegründet. Die Leidenschaft für ihr Instrument und für die Kammermusik verband die vier Musiker und führte sie zu Bildung einer bisher einzigartigen musikalischen Formation: Ein Quartett bestehend aus 4 Bratschisten.

Das besondere Timbre, der warm leuchtende Klang der Viola und die ihr Instrument hervorragend beherrschenden Musiker, von denen jeder einzelne auf eine Karriere mit zahlreichen nationalen wie internationalen Preisen zurückblicken kann, entführen die Zuhörer in neue Klangwelten zwischen dunklen Tiefen und strahlenden Höhen der Viola. Sie haben es sich auf die Fahnen geschrieben, die Ehre des häufig belächelten Instrumentes „Bratsche“ wiederherzustellen, das weder die Möglichkeiten der Geige noch die des Violoncellos besitzt, sondern eine Symbiose der beiden bildet - sozusagen der „goldene Mittelweg“ der Streichinstrumentenfamilie, und alle Klangfarben in sich vereint.

Das facettenreiche Repertoire wurde entweder für diese Konstellation direkt komponiert oder von namhaften Komponisten und Instrumentalisten wie Lionel Tertis, dem ersten großen Violavirtuosen in der Musikgeschichte und Namenspatron dieses Ensembles, arrangiert.

Die abwechslungsreiche Programmauswahl stellt Werke aus sämtlichen Epochen vor: von Telemann und Bach über Beethoven und Bowen bis Duke Ellington, Scott Joplin und dem zeitgenössischen Komponisten Jürg Baur. Die Künstler treten in unterschiedlichen Kombinationen von Duo bis Quartett auf.

Konstantin Sellheim wurde 1978 in Celle geboren und begann schon im Alter von sechs Jahren, Violine zu spielen. Er war Schüler von Prof. Atila Aydintan an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, sein Viola-Studium führte ihn 1996 dann zu Volker Worlitzsch, NDR Radiophilharmonie Hannover, ab 1999 zu Hartmut Rohde, Universität der Künste Berlin, 2004 zu Nobuko Imai in Amsterdam und Wilfried Strehle, Berliner Philharmoniker. Weitere Impulse gaben Jerzy Kosmala, Guy Braunstein, Tabea Zimmermann und Rainer Moog. Konstantin Sellheim ist Preisträger und Gewinner zahlreicher internationaler Wettbewerbe und Preise, besonders hervorzuheben sind der „Internationale Brahms-Wettbewerb Pörtschach, Österreich“ 2002, und der „Internationale Max-Rostal-Wettbewerb Berlin“ 2004. Er war Gast zudem bei den Berliner Philharmonikern und großer internationaler Festivals wie den „Mahler-Festwochen Toblach“, den „Berliner Festwochen und den „Wiener Festwochen“. Solistisch trat er bereits früh in Erscheinung, unter anderem mit den Hamburger Symphonikern - Konzertreisen führten ihn durch Europa, die USA bis nach Japan. Von 2004 an folgte das Engagement bei der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim, seit 2006 nun ist er Mitglied der Münchner Philharmoniker. Darüber hinaus ist Konstantin Sellheim Lehrbeauftragter der Universität der Künste Berlin in der Klasse von Prof. Hartmut Rohde, Funk- und Fernsehauftritte wie im Programm der Sender NDR, RBB, 3Sat, Arte und Phoenix, runden das Bild des Künstlers ab.

Dirk Niewöhner, in Wuppertal geboren, studierte zunächst Violine bei Ida Bieler, Miriam Fried und Rainer Kussmaul und anschließend Viola bei Wolfram Christ und Hariolf Schlichtig. Seine kammermusikalische Ausbildung erhielt Dirk Niewöhner beim Alban-Berg-Quartett und beim Melos-Quartett. Als Mitglied des Signum-Quartetts war er Preisträger beim internationalen Charles Hennen-Concours (Niederlande) und beim Deutschen Musikwettbewerb. Außerdem war er als Kammermusiker zu Gast bei Festivals wie dem Rheingau-Musikfestival, dem Lucerne Festival oder dem Festival "Schloss Cappenberg"; zu seinen Kammermusikpartnern zählen u.a. Kolja Blacher, Renaud Capucon und Mirijam Contzen. Dirk Niewöhner ist Mitglied des Philharmonischen Streichsextetts München und des Eusebius-Trios mit Klarinette und Klavier. Er trat solistisch mit verschiedenen Orchestern auf und wurde mit Preisen ausgezeichnet beim Konzertwettbewerb des © R. Petrova TO 2007 Eastern Music Festivals / USA und der Deutschen Viola-Gesellschaft. Dirk Niewöhner war Stipendiat des Deutschen Musikrats und der deutschen Kulturstiftung "Villa Musica". Nach Orchestererfahrungen bei den Berliner Philharmonikern und Gründungsmitglied des neuen Lucerne Festival Orchestra unter Claudio Abbado ist er seit 2003 als Bratscher bei den Münchner Philharmonikern engagiert.

Burkhard Sigl stammt aus einer Musikerfamilie und begann bereits im Alter von fünf Jahren Violine zu spielen. Sein Violastudium schloss er am Salzburger Mozarteum in der Klasse von Thomas Riebl mit Auszeichnung ab und erhielt im Anschluss daran eine Einladung für einen Lehrauftrag. Zahlreiche Meisterkurse u.a. bei Tabea Zimmermann, Kim Kashkashian, Yuri Bashmet, Sándor Végh und Wolfram Christ, sowie kammermusikalische Ausbildung von renommierten Musikern wie Nikolaus Harnoncourt, György Kurtág und Mitgliedern des Amadeus-, des LaSalle- und des Hagen-Quartetts ergänzten seinen künstlerischen Werdegang. Unter den Ensembles, in denen er mitwirkte, sind besonders hervorzuheben das in Wien gegründete Stradivari-Sextett, das Sigl-Trio, das Stadler-Quartett, welches sich insbesondere mit zeitgenössischer Musik auseinander setzte, und das im Jahr 2000 in Hamburg gegründete Giovanni-Quartett. Zu seinen Kammermusikpartnern zählten u.a. auch Alexander Lonquich, Vladimir Mendelssohn und Maria Graf. Als Solist trat Burkhard Sigl mit namhaften Orchestern in Deutschland, Österreich und Japan auf.Nachhaltig geprägt wurde er außerdem durch die Arbeit mit Sándor Végh während seiner langjährigen Mitgliedschaft in der Salzburger Camerata academica. Im Jahr 1998 nahm er eine Stelle im Philharmonischen Orchester Hamburg an, 2001 wechselte er zu den Münchner Philharmonikern, seit Juni 2004 wirkt er dort als stellvertretender Solobratscher.

Julio Lopez wurde 1980 in Honduras geboren. Er begann seine musikalische Ausbildung an der “Escuela de Musica Victoriano Lopez” und bekam dort Bratschenunterricht von Prof. Ruben Moncada . 1997/98 war er Solobratscher des Sinfonie- und Kammerorchesters von San Pedro Sula, Honduras. 1999 erhielt Julio Lopez ein Vollstipendium an der “University of Southern Mississippi”, wo er bis 2002 bei Dr. Michael Kimber studierte. 2001 und 2002 wurde er Preisträger des William T. Award- Wettbewerbs in Hattiesburg, Mississippi, und 2006 erhielt er den 1. Preis beim Internationalen Wettbewerb Villa Llanes in Asturias, Spanien. Er setze sein Studium bei Prof. Wolfram Christ 2003 an der Musikhochschule in Freiburg fort und erlangte dort 2007 sein Diplom mit Auszeichnung. Weitere wichtige Anregungen erhielt Julio Lopez u.a. auch durch Roberto Diaz, Hartmut Rohde, Walter Küssner, Csaba Erdelyi, Yuri Gandelsman und Alexander Brussulovsky. Als Solist konzertierte Julio Lopez mit dem USM Kammerorchester, USA, dem Orquesta Juvenil del Ecuador und der Camerata de Cuerda von San Pedro Sula, Honduras. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen im Rahmen der Stiftung Villa Musica und der Gustav-Mahler-Akademie u.a. Künstler wie Gerhard Schulz, Klaus Stoll, Nicolas Chumachenco, Eszter Haffner, Patrick Demenga, Tamas Varga und Robert Levin. Nach seiner Tätigkeit im Gewandhausorchester zu Leipzig ist Julio Lopez seit 2007 Mitglied der Münchner Philharmoniker.

 

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